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Wahlziel erreicht

Mit 32,3%, 6,9% mehr als vor 5 Jahren, ist DIE LINKE gestärkt aus den Kreistagswahlen hervorgegangen. Damit werden der künftigen Fraktion 15 Mitglieder angehören. Die Linken stellen erstmals die stärkste Fraktion und lösen die CDU aus dieser Position ab, die sie 25 Jahre innehatte und die 14 Sitze erreichte.

Gemeinsam mit SPD und Grünen, die ihre Ergebnisse der Wahlen aus dem Jahr 2009 im wesentlichen halten konnten, erreicht die Linkspartei in diesem Bündnis 23 Kreistagssitze, genau wie CDU, Freie Wähler und FDP. Damit wird es bei künftigen Entscheidungen auf die Stimme der Landrätin ankommen. Das ist eine gute Basis für die angestrebte Gestaltungsmehrheit.

Petra Enders war das erwartete Zugpferd der Kreistagsliste. 22.456 der für DIE LINKE abgegebenen 43.870 Stimmen konnte allein sie verbuchen. Das war deutlich. Mit der viel diskutierten sogenannten „Scheinkandidatur“ hatte das allerdings nichts zu tun. Petra Enders wollte als 2012 gewählte Landrätin wissen, wie ihre Amtsführung ankommt. Die Entscheidung der Wählerinnen und Wähler war diesbezüglich eindeutig - eine klare Bestätigung für Bürgerbeteiligung, direkte Demokratie, Schule im ländlichen Raum und das Bekenntnis zu erneuerbaren Energien sowie 100% sozial für den Ilm-Kreis. Damit ist der künftige Kurs festgelegt.

Aber nicht nur dieses Ergebnis spiegelt die gewachsene Kraft der Linken als Kommunalpartei wieder. Insgesamt gehen wir gestärkt aus diesen Wahlen hervor. 2009 erreichten wir bei den Wahlen zu den Gemeinde- und Stadträten sowie zum Kreistag 66 Mandate. 2014 sind es 70! In jedem Ort wo wir angetreten sind, wurden unsere KandidatInnen auch gewählt. Neu vertreten ist DIE LINKE im Gemeinderat von Martinroda. Dort hat Bernd Hornaff einen Sitz erreicht. Zugewinne konnte das von der Linken maßgeblich geprägte Bündnis in Frankenhain verzeichnen und auch im Ilmenauer Stadtrat werden künftig 7 statt 6 Räte mit dem Mandat der Linken sein.

Auf eigenen Listen, im Bündnis mit Bürgerinitiativen oder so, wie in Plaue, wo Cornelia Wanderer bei der dortigen BI kandidiert und gewählt worden ist, sind wir desweiteren im Amt Wachsenburg, in Gehren, Geraberg, Gräfenroda, Langewiesen, Liebenstein, Stadtilm, Wildenspring, Kirchheim und Witzleben vertreten. In insgesamt nun 15 Kommunen.

Mit unserem Kreistagsergebnis von 32,3% setzen wir auch im Land Maßstäbe. Es ist das beste Ergebnis bei den Kreistagswahlen in Thüringen insgesamt gewesen. Wichtiges Fundament dafür war, das mit großer Einmütigkeit beschlossene Wahlprogramm und waren neben Petra Enders vor allem die 41 Kandidatinnen und Kandidaten, die dieser Kreistagsliste ein Gesicht gegeben haben. Es war nicht nur quantitativ die größte Liste. Es war auch qualitativ ein Angebot engagierter Männer und Frauen, die den Bürgerinnen und Bürgern auf Augenhöhe begegnen konnten. Das hat sich ausgezahlt!

Jetzt geht es darum, dieses Ergebnis in praktische Politik umzusetzen und dafür Verantwortung zu übernehmen. Damit muss sofort begonnen werden.

Zuvor aber muss auch die Zeit sein, sich bei allen zu bedanken, die mit ihrer Arbeit dieses beeindruckende Wahlergebnis möglich gemacht haben – den Kandidatinnen und Kandidaten, die mit ihrer Bereitschaft das entscheidende Signal in die Gesellschaft gesandt haben; den Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfern, die nicht müde geworden sind, Flyer zu verteilen, Plakate aufzuhängen und am Infostand mit zu helfen; denen, die am Wahlsonntag in den Wahllokalen unsere Stimmen entgegen genommen und dann die großen Zettel bis spät in die Nacht gewissenhaft ausgezählt haben und der Dank gehört natürlich den Wählerinnen und Wählern für ihr Vertrauen, uns ihre Stimme gegeben zu haben.

Danke!

Aber denkt daran, der Spruch: „ Nach der Wahl ist vor der Wahl“, ist höchst aktuell. In gut 3 Monaten steigt die nächste Wahlparty, da sind die Landtagswahlen Geschichte und da soll die Stimmung doch mindestens so gut sein, wie am 25. Mai. Was wir als Linke im Ilm-Kreis jetzt vorgemacht haben, soll ab dann für ganz Thüringen gelten.

Eckhard Bauerschmidt
Kreisvorsitzender