2. September 2011 Petra Enders, MdL (DIE LINKE.) und Bürgermeisterin der Stadt Großbreitenbach

12 Cent für ein Stück Heimat

„Ein ungeheuerlicher Vorgang“, meint die Landtagsabgeordnete und langjährige Kämpferin gegen diese Trasse, Petra Enders (DIE LINKE).
„Ungeheuerlich vor allem deshalb“, so die Abgeordnete weiter, „weil die mit dieser Aufgabe beauftragte Firma SAG aus Breitungen, bei ihren Auftreten den Eindruck erweckt, der Bau der Trasse im Bereich des Ilm-Kreises sei bereits genehmigt“.
Petra Enders: „Dem ist nicht so!“
Es gibt noch keine Entscheidung des Landesverwaltungsamtes und selbst wenn die Weimarer Behörde irgendwann den Trassenbauern grünes Licht geben würde, bliebe noch der Rechts-weg der Klage gegen dieses Vorhaben.
„Wir können den Bau der 380 kV-Leitung nicht nur aufhalten, sondern immer noch verhindern“, sagt sie mit Überzeugung.

Wichtige Datensätze, wie die Lastflussanalyse der bestehenden 380 kV-Leitung Remtendorf - Redwitz, liegen auch Monate nach der Anhörung im Mai nicht nachvollziehbar vor. Die Fragen: Wie viel Strom fließt durch diese Leitung und wie viel könnte durchfließen, wenn sie mittels Freileitungsmonitoring und Hochtemperaturseilen nachgerüstet werden würde und brauchen wir eine neue 380 kV-Leitung dann überhaupt noch, sind nach wie vor von 50Hertztransmission nicht nachvollziehbar beantwortet. Es fällt offensichtlich schwer, dem Ergebnis des wissenschaftlichen Gutachtens der Professoren Obermair und Jarass zu widersprechen, die der Meinung sind: Nein, wir brauchen diese 380 kV-Leitung nicht!

„Es gibt also keinen Grund den Widerstand aufzugeben und sich für ein paar Euro über den Tisch ziehen zu lassen“, stellt Frau Enders abschließend fest und verweist auf den Rechtsbeistand der Bürgerinitiative, betroffener Kommunen und Grundstücksbesitzer, die Anwaltskanzlei Labe und Partner, die sich bei 50 Hertztransmission und dem Landesverwaltungsamt über die Praxis der Firma SAG beschwert haben.